Batteriewechsel Batterierestlaufzeit

entladekurfe

Warum lässt sich bei einer Uhrenbatterie so schwer feststellen, wie lange diese noch hält?

Das liegt daran, dass Uhrenbatterien (Silberoxid Zellen) einen ganz anderen chemischen Aufbau haben, als Taschenlampenbatterien (Alkali-Mangan Zellen). Wenn eine Batterie Strom liefert, verändert sich ihr Innenleben. Chemische Vorgänge finden statt und „Abfallstoffe“ entstehen! Bei einer Alkali Zelle behindern diese Abfallstoffe den Stromfluss in der Batterie, ihr Innenwiderstand steigt, die Klemmenspannung – also die Spannung an den Anschlusspolen der Batterie – fällt deshalb stark wenn der Batterie Strom entnommen wird.

Etwas fachmännischer ausgedrückt: Bei Belastung fällt die Anschlussspannung einer Alkali-Mangan Zelle (oder auch einer Braunstein Zelle) entsprechend ihres Alters stark ab. Auf der kleinen Grafik im Titelbild sehen Sie die Entladekurve (grün) einer Alkali-Zelle und einer Silberoxid-Zelle (Uhrenbatterie).

Diesen Effekt haben Uhrenzellen Gott sei Dank nicht. Die Abbauprodukte einer Silberoxid-Zelle leiten den Strom gut, und so hält sich die Spannung einer Uhrenzelle während der ganzen Lebensdauer nahezu konstant, bricht dann aber innerhalb weniger Tage zusammen. Ich vergleiche das immer mit einem Auto, das auch mit konstanter Kraft fährt, solange etwas im Tank ist. Leider gibt es allerdings für Uhrenzellen keine zuverlässige Tankuhr! Es gibt kein brauchbares Verfahren den Entladezustand oder die Restlaufzeit Ihrer Uhrenzelle zu testen, außer diese liegt schon in den letzten Zügen!

Also, wenn die Batterie-Wechselanzeige Ihrer Uhr „Alarm“ gibt, haben Sie nicht mehr lange Zeit bis die Uhr ganz stehen bleibt!

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