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Die Schweizer Ankerhemmung gehört mit der Glashütter
Ankerhemmung zu den Kolbenzahn Ankerhemmungen. Die Kolbenzahn Ankerhemmungen
sind eine Weiterentwicklung der Spitzzahn Ankerhemmung. Kleine Skizzen und Beschreibungen
dieser Hemmungen finden Sie auf der Seite: Die Schweizer Ankerhemmung ist heute die bei weitem gebräuchlichste Kleinuhrenhemmung. Sie fällt in die Kategorie "freie Ankerhemmungen", da die Unruh nach Verlassen des Ankers "frei" schwingt, anders als beispielsweise bei der Graham Hemmung. Dort befindet sich der Gangregler (hier der Pendel, nicht die Unruh) immer in Kontakt mit dem Ankerrad. |
Der Ablauf der Ereignisse in "Momentaufnahmen":
Ein "Klick" auf ein Teilbild erzeugt eine Vergrößerung in einem neuen Browserfenster. Sie können diese deutlicheren Bilder neben dem erklärenden Text platzieren.
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1. Die Unruh ist an ihrem rechten Umkehrpunkt
angekommen. Die Ellipse1 (Pfeil) nimmt wieder "Anlauf" auf den Anker. 2. Die Ellipse schwingt gleich in die Ankergabel ein. 3. Der Anker wird von der Ellipse mitgenommen und nach rechts geschwenkt. 4. Dadurch, dass der Anker nach rechts bewegt wird, kann der Ankerradzahn auf die Hebefläche gelangen (Pfeil). |
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5. Jetzt wird der Anker aktiv. Angetrieben
vom Ankerrad gibt er jetzt seinerseits den Impuls an die Ellipse (auch Hebelstift genannt)
weiter. 6. Weiter Antriebsimpuls (in der Fachsprache Hebung). 7. Der Ankerradzahn auf der Eingangseite (links) verlässt den Anker, ein anderer triff die Ausgangspalette (rechts) des Ankers. 8. Durch den "Anzugwinkel" wird der Anker ganz nach außen an den Ankerstift gezogen und dort gehalten. |
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9. Die Unruh und mit ihr der
Hebelstift ist jetzt am linken Umkehrpunkt angelangt. 10. Abermals trifft die Ellipse in der Ankergabel auf den Anker. Dadurch entsteht das Auslösegeräusch2. 11. Wiederum rutscht ein Ankerradzahn - dieses Mal rechts - auf die Hebefläche. Durch das Umschlagen der Ellipse auf die andere Seite in der Ankergabel wird ein leises Geräusch erzeugt, das Hebungsgeräusch2. 12. siehe 6.. 13. siehe 7 14. Das Aufschlagen eines Ankerradzahnes auf die Ruhefläche des Ankers ruft das lauteste Geräusch der Hemmung hervor, das sogenannten Fallgeräusch2 oder "tick-tack". |
Hier noch einige Erläuterungen zur Hemmung:
Die Spitzzahn Ankerhemmung, auch englische Hemmung genannt, hatte einen spitzen Radzahn. Diese dünnen Radzähne hatten entscheidende Nachteile. Zum Einen waren sie sehr empfindlich, zum Anderen war die Kraftübertragung nicht sehr optimal. Daher setzte sich bereits ab 1850 die Kolbenzahn Ankerhemmung durch.
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Bei der Kolbenzahn Ankerhemmung wird ein Teil der Hebung auf den Radzahn verlegt, wodurch ein breiter kolbenartiger Zahn entsteht. Auf dem Bild links sehen Sie die Hebung des Radzahnes. Sie macht ungefähr 1/3 bis 2/5 der gesamten Hebung aus. Bei der sehr nahe verwandten Glashütter Hemmung gibt man dem Radzahn 1/3 der Hebung. |
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Hier gleitet bereits die Kante des Radzahnes auf der Hebefläche der Rubinpaletten, der 2te Teil der Hebung. Wichtig ist, dass die Hebeflächen der Klauen nicht eben auf der Hebefläche eines Radzahnes aufliegen (Winkel B). Die Adhäsion der Flächen und des Öls würden die Uhr zum Stehen bringen! |
Dies war ein kleiner Überblick der Schweizer Ankerhemmung. Es wurden noch lange nicht alle Aspekte abgehandelt. Aber diese Website will kein Fachbuch ersetzen. Mit den Animationen (bewegte Bilder) können aber viele Dinge anschaulicher dargestellt werden, als in einer statischen Zeichnung eines Buch.
Die Fehler die in dieser Hemmung beim Zusammenspiel Ankerrad - Anker auftreten können sind der bei der Graham Hemmung sehr ähnlich. Deshalb wurde hier auf eine Erörterung verzichtet. Wir empfehlen dazu das Studium der Graham Hemmung.
1.) Die Ellipse, auch Hebelstift genannt befindet sich auf der Unruh-Welle und nimmt den Antriebsimpuls vom Anker entgegen. Meist ist die Ellipse, wegen der geringeren Reibung und Abnützung, aus Rubin gefertigt.
2.) Auslösung - Hebung - Fall, in dieser Reihenfolge treten die Ereignisse einer Ankerhemmung auf. Jedes dieser Ereignisse gibt ein Geräusch von sich, die der Uhrmacher mit einem Spezial Gerät (Zeitwaage) auch aufnehmen und anhand ihrer unterschiedlichen Lautstärke auch unterscheiden kann.