Uhr wasserdicht nach Batteriewechsel?

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Das alte Problem, ein Uhrwerk und das Wasser sind Todfeinde.
Manche Kunden wundern sich, wenn ich sie nach einem Batteriewechsel darauf hinweise, dass die Dichtungen die Uhr nicht mehr 100% schützen und die Uhr deshalb nicht mehr im Wasser getragen werden darf, solange die Dichtungen nicht erneuert sind.

Wenn die Uhr vor dem Batteriewechsel dicht ist, sollte das nachher doch auch möglich sein, noch dazu wenn ein Fachmann das Gehäuse öffnet und schließt.

Dieses Problem tritt häufig bei Uhren auf, die gerade mal so wasserdicht sind, also mit 3 bar oder 5 bar (20m bis 50m) gekennzeichnet sind! Klar, die neue Uhr ist meist dicht, weil die Dichtungen noch nicht gealtert und elastisch sind.

Durch längeres Tragen dringt Schweiß (Säure), Kosmetika, Staub, Schmutz usw. bis zum Dichtungsring vor. (Siehe Abb. oben „Schmutz“) Diese Chemikalien machen den Gummi des Dichtungsringes spröde, manchmal greifen sie auch das Uhrgehäuse an!

Deswegen wird aber Ihre Uhr nicht gleich undicht. Im günstigen Falle wirkt der Schmutz wie ein Schutzschild, wie eine Versiegelung des Gehäuses! Nun ahnen Sie es vielleicht schon? Durch das Öffnen des Gehäusebodens wird diese Versiegelung natürlich aufgebrochen. Der strapazierte Dichtungsring muss alleine das Uhrwerk vor dem Wasser schützen.

Normalerweise werden defekte Dichtungsringe natürlich sofort ausgewechselt. Aber manche Uhr hat spezielle Form-Dichtungsringe, die extra bestellt werden müssen. Manchmal aber ist das Gehäuse auch dermaßen angegriffen, dass der Dichtungsring alleine auch nichts nützt.

Hier bleibt dann nur der Rat für den Kunden: „Vorsicht mit Wasser“!

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